Idee zur Geschichte

Ich glaube kaum, dass je ein anderer Autor so mit seiner Arbeit begann.

 

Zuerst war das Lied oder besser zuerst waren die Lieder.

Auf einem Chorkonzert hörte ich eine Melodie, die sich mir förmlich aufdrängte, um für einen Text von nebligen Wesen genutzt zu werden. Vor meinem inneren Auge waberten dunstig nasse Geister zwischen den nebligen Schwaden über der Kinzig.

Bei einem anderen Lied, etwas irischem, das ich gerne für meine Zwerge hernehme, musste unbedingt der Refrain: Bei den Zwergen unterm Berg  lauten. Was soll ich sagen, nach dem dritten Lied musste doch einfach auch eine Geschichte hinzukommen; oder?

 

Fantasy a la Tolkien hat mich von jeher sehr stark angesprochen. Doch mir deswegen jetzt auch eine eigene Welt zu kreieren, dazu war ich zu bequem. Man läuft auch leicht Gefahr, hier und da etwas zu vergessen. Also: warum nicht nehmen, was schon da ist. Und wo kennt man sich besser aus und kann besser Recherchen betreiben als in der Heimat. Die Tropfsteinhöhle bei Steinau war prädestiniert für die Festung meiner Flachlandzwerge.

Für die Halblinge eignet sich sowieso jede große Lichtung. Die sind immer dicht an ihrem Arbeitsplatz.

Die Menschen letztlich waren ja schon lange vor den Ersterwähnungen der Ortschaften vorhanden. Um einen Bezug herzustellen, verwende ich darum die Namen der Orte, wie sie erstmals beurkundet sind. Schon erstaunlich, wie sich das von damals bis heute so verändern konnte.

 

Und dann ist die Geschichte gewachsen und hat immer größere Kreise gezogen, dass ich mich genötigt sah, das Ganze zu einer Serie werden zu lassen. Schließlich wollte ich wissen, wie es mit meinen Hauptfiguren weitergeht.

 

Die Charaktere kommen einfach so herbei, stellen sich vor und bringen meine Konzepte durcheinander. Aber ich werde ihrer noch Herr werden, obwohl ich sehr oft den Eindruck habe, ich sei nur der Schreiberling. Irgendjemand gibt mir das alles vor. Kennen Sie das?

 

Nochmal zurück zum Anfang, sprich: die Lieder. Selbstverständlich sind die Texte allesamt von mir, so wie das ganze Werk. Ich bin auch sehr stolz darauf, dass sie "singbar" sind, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Leider darf ich nicht bekannt machen, welche Melodien zugrunde liegen, denn dann würde ich viele Schutzrechte verletzen. Lediglich meine Testleser haben im Ursprungstext diese Hinweise.

Ach ja: Das erste Lied, mit dem alles begann, ist noch nicht veröffentlicht. Es wartet auf den dritten Band der Reihe mit dem Arbeitstitel: "Sturm, Nebel und Sirenen".